Der Wolf kommt …

Vor etwa 110 Jahren wurden die Wölfe in Deutschland nahezu ausgerottet. Dann, Ende der 90er-Jahre, gab es die ersten Wolfssichtungen in der Lausitz. Die Wölfe kamen aus Polen, und ihre Nachkommen wandern heute immer weiter nach Westen. Derzeit ist die Wolfsdichte in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern am höchsten. Insgesamt leben rund 35 Rudel mit etwa 300 Wölfen in den deutschen Wäldern, und es ist abzusehen, dass es sie bald in allen Bundesländern geben wird.

 

… und mit ihm die Angst

„Frau von sieben Wölfen verfolgt“ oder „Wolf streift durchs Wohngebiet“ ist in der Boulevardpresse zu lesen. Die Angst vor dem Wolf ist jetzt keine mehr, die aus Kindermärchen geboren wird. Sie ist real. Der Bauer hat Angst um seine Weidetiere, der Spaziergänger um seine Unversehrtheit und der Jäger, dass der Wolf ihm zuvorkommt.

 

Doch der Wolf ist nicht böse …

In unserem Ökosystem ist der Wolf ein Puzzleteil, das lange Zeit gefehlt hat. Aus diesem Grund steht der Wolf seit vielen Jahren unter strengem Schutz. Das hat ihm die Möglichkeit gegeben sich zu vermehren. Jedoch wurde eine sichere Bestandsgröße bisher noch nicht erreicht. In den Wäldern findet der Wolf genügend Wild, wobei er vor allem alte und kranke Tiere bevorzugt und so zu einem natürlichen Gleichgewicht beiträgt.

Durch die Rückkehr des Wolfs wird der Wald jedoch nicht gefährlicher. Der Wolf gilt als scheu und neugierig, aber nicht als böse. So hat es in Deutschland noch keine Situation gegeben, in der sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat. Damit das auch so bleibt ist es wichtig, dass die Menschen ihre übertriebene Angst vor den Wölfen verlieren und die Wölfe ihre Scheu vor den Menschen behalten.

Herdenschutzhund

WOLFSBLUT unterstützt Herdenhunde mit Futterspenden um eine Akzeptanzsteigerung der Nutztierhalter für die Rückkehr der Wölfe zu erreichen. Nutztierhalter mit Herdenschutzhunden haben erhebliche Kosten für unter anderem Hundefutter, die vom Staat nicht getragen werden.

 

… daher wollen wir Ängste abbauen

BEAa (Beobachten, Empathie entwickeln und dadurch Ängste abbauen) heißt das psychologische Konzept hinter unserem Engagement für die Wolfsblut Wolfslandschaft. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde mit uns als Hauptsponsor ein etwa 1 Hektar großes Gebiet eingezäunt, das ein Waldstück mit altem Baumbestand, ein hügeliges Rückzugsgebiet, eine Höhle und eine Wasserstelle einschließt.

 

Die Wolfsblut Wolfslandschaft  und auch der Wildpark Lüneburger Heide unter Leitung von Tanja Askani gibt allen Besuchern die Möglichkeit den Wölfen einmal ganz nahe zu sein. Verbunden mit aufklärenden Infoveranstaltungen für Erwachsene und Schüler trägt BEAa zu einem konfliktarmen Miteinander von Wolf und Mensch bei.                                          

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VOM WOLF ZUM HUND


Das war ein Muss für alle Wolf- und Hundefans an dem

Thementag „Vom Wolf zum Hund“,

der im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt

Nindorf am Samstag, 7. September

von 11 bis 16 Uhr stattgefunden hatte. Der Wolfstag ist seit vielen

Jahren eine feste Größe im

Wildpark-Veranstaltungskalender und bietet eine

gleichsam informative wie unterhaltsame

Plattform für alle Besucher, die sich für das Thema „Wolf“

, aber auch für die Arbeit mit Hunden interessieren.

 

Viele weitere Informationen über den Wildpark

    Lüneburger Heidegibt es im Netz unter www.wild-park.de.